MP3 und ID3

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Was ist eigentlich MP3 und was ID3?

Die ersten zwei Absätze basieren auf einem Text von ID3.org

Wie alles anfing

Eines Tages wurde eine Expertengruppe gebildet, die sich mit Musikkomprimierung befassen sollte. Sie entwickelten ein Format Namens MPEG Layer 3 oder kurz MP3. Dieses Verfahren nutzt den Umstand, dass unsere Ohren keineswegs so gut sind, wie wir immer glauben und einfach die Frequenzen nicht speichert, die wir eh nicht hören können. Das Format ist auch "streambar" (man kann also schon während der Übertragung die Musik hören) indem es die Musik in kleine, individuell komprimierte Blöcke aufteilt. Jeder einzelne Block enthält Informationen, die für die Dekomprimierung wichtig sind. Hier waren ein paar Bit übrig, die dann für zusätzliche Informationen genutzt werden konnten, so das "Copyright bit" und das "private bit".

Dank der starken Komprimierung und doch sehr guten Klangqualität wurde MP3 der de-fakto Standard für digitale Musik. Es war jedoch von Anfang an bedauerlich, dass man den MP3 Dateien keine Textinformationen hinzufügen konnte. So entstand die Idee, ein 128 Byte grosses "Tag" an das Ende einer MP3-Datei anzufügen. Dieses Tag enthiehlt Titel, Künstler, Album, Jahr, Genre und einen Kommentar. Das war die Geburt von ID3. Als man die letzten 2 Bytes benutze um auch noch zu beschreiben, um welchen Track auf der CD es sich ursprünglich handelte, war ID3 V1.1 entstanden. 

Und wie es heute weitergeht

ID3 v1.1 hatte allerdings immer noch einige Einschränkungen. Es gab nur wenige Felder und die waren nur 30 Zeichen lang. Damit war es nicht so ganz einfach, Aufnahmen wie "The Hitchhiker's Guide to the Galaxy from BBC Radio" oder "P.I. Tchaikovsky's Nussknacker Suite Op. 71 a, Ouverture miniature danses caractéristiques by The New Philharmonic Orchestra, London, dirigiert von Laurence Siegel" korrekt zu beschreiben. Da das Tag ganz am Ende der Datei steht, wird es auch beim Streamen erst ganz am Ende übertragen. Ausserdem führt die feste Länge von 128 Byte zu Einschränkungen. Deswegen wurde ID3v2 geschaffen.

ID3v2 ist allerdings zur Zeit ein "informeller Standard". Die Definition wurde zwar zum Standard erklärt und ändert sich nicht gross, aber es gibt keine offizielle Institution, die diesem Standard "abgesegnet" hätte. Diese feinen Änderungen zeigen sich an der Versionsnummer, zum Beispiel ID3v2.4.0

Was bedeutet das für MP3 Player?

Die Frage ist, welchen Standard sie unterstützen. Die meisten zeigen entweder die "alten" ID3v1 Tags an oder den Dateinamen. Genaugenommen wird allerdings aus dem ID3 Tag normalerweise nur Titel und Interpret angezeigt. Wird der Dateiname angezeigt hat man es als Benutzer natürlich im Griff zu bestimmen was genau angezeigt werden soll. Da man die ID3 Tags von MP3 Dateien mit der geeigneten Software editieren kann, ist das bei ID3 Playern auch kein Problem. Nicht alle MP3 Dateien enthalten allerdigs die ID3 Daten. Wenn sie vorhanden sind, kann man sie mit geeigneter Software recht leicht zur Grundlage des Dateinamens machen. Im Grunde ist es aus praktischer Sicht bei einem USB Player also nicht wichtig. Am PC, der "Heimat" der MP3 Sammlung, stehen die vollen ID3 Funktionen ja eh zur Verfügung. Mir sind zur Zeit keine MP3 USB Player bekannt, die ID3v2 unterstützen. Wenn aber ein 100 Zeichen langer Titel durch das recht kleine Display zockelt, machte das auch nicht unbegrenzt viel Sinn.



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